George Classen                    gusswerk salzburg 2014

Als meine Tochter ein paar Monate alt war, habe ich sie jeden Tag im Tragetuch spazieren getragen. Das war unsere private Vater - Tochter Zeit. Bei diesen Spaziergängen bin ich fast täglich vor dem kleinen Atelier von George Classen stehen geblieben. Seine Arbeiten haben mich immer wieder in ihren Bann gezogen. Eines Tages ist George vor dem Atelier gestanden. Wir haben uns über seine Arbeit, Kunst im Allgemeinen und Gott und die Welt unterhalten. Anschließend hat er meiner Tochter eine Zeichnung geschenkt. Eine bunte Skizze eines Seepferdchens. Irgendwann aber war meine Tochter zu groß für das Tragetuch, George hat sein Atelier verlegt und wir haben uns aus den Augen verloren. Einige Jahre später habe ich George Classen bei meinem Schwiegervater wieder getroffen. Die beiden Herren haben eine Zusammenarbeit begonnen, die bis heute anhält und George und seine Gattin Eva sind zu wunderbaren Familienfreunden geworden. 

 

Es war mir ein großes Anliegen George Classen zu portraitieren. Die Gelegenheit dazu habe ich im September 2014 bekommen. George hat eine umfassende Auswahl seiner Arbeiten im salzburger GussWerk ausgestellt. Begleitend zur Vernissage habe ich sein Portrait als Live Act erschaffen. Dabei habe ich mich auf seine Inspirationen konzentriert. Ich habe Stempelabdrücke mit einem Portrait von Verdi, Berlin- und Torontosymbolik und sämtlichen Titeln der Verdi Opern verwendet, die George in seinem Zyklus "Hommage an Verdi" bildlich dargestellt hat.

 

Meine Tochter hat zu ihrem vierten Geburtstag ein Gemälde von George geschenkt bekommen, das vier Jahre zuvor entstanden ist. Das Bild stellt vier Seepferdchen dar.

Die Skizze dazu hat Sie nach wie vor. Und nach wie vor glaube ich nicht an Zufälle.